Häufige Fragen zu OPOS-Abstimmung und Avis-Verarbeitung
Die Fragen aus Erstgesprächen mit Kanzleien und Trägern — fachlich beantwortet, ohne Verkaufsprosa.
Grundbegriffe: Avis, EXTF, Kontenrahmen
Was ist ein Zahlungsavis und wozu dient es?
Ein Zahlungsavis ist die Ankündigung einer Zahlung mit der Aufstellung aller enthaltenen Posten. Kranken- und Pflegekassen nutzen es, weil sie gesammelt zahlen: eine Überweisung, viele Fälle, dazu Kürzungen und Verrechnungen. Für die Fibu ist das Avis der einzige Schlüssel, um den Zahlungseingang korrekt zuzuordnen. Wie wir Avise verarbeiten
Ausführlich: Zahlungsavis verbuchen: Schritt für Schritt
Was ist das EXTF-Format von DATEV?
EXTF ist das Textformat für den Import von Buchungsstapeln in die DATEV-Rechnungswesen-Programme. Ein EXTF-Stapel enthält fertige Buchungssätze inklusive Konten, Belegfeldern und Festschreibungs-Kennzeichen — er wird importiert, geprüft und festgeschrieben, ohne manuelle Nacherfassung.
Welcher Kontenrahmen gilt für Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser?
Pflegeeinrichtungen buchen nach der Pflegebuchführungsverordnung (PBV), in DATEV üblicherweise mit dem SKR45; Krankenhäuser nach der KHBV mit eigenem Kontenrahmen. Wir liefern Stapel in SKR03, SKR04 oder SKR45 — je nachdem, wie die Kanzlei das Mandat führt.
Wer muss nach der PBV buchen — und wer ist befreit?
Grundsätzlich alle nach SGB XI zugelassenen Pflegeeinrichtungen. Kleine Einrichtungen können von Erleichterungen Gebrauch machen; ob die Befreiung greift, prüft die Kanzlei. Für die OPOS-Abstimmung ändert sich dadurch nichts — Kostenträgerzahlungen bleiben Sammelzahlungen.
Abstimmung: Sammelzahlungen, Absetzungen, OPOS
Wie bucht man eine Sammelzahlung der Krankenkasse?
Die Zahlung wird anhand des Avis auf die Einzelforderungen verteilt und jeder Posten ausgeglichen; Kürzungen und Verrechnungen werden getrennt gebucht, bis die Differenz zum Kontoauszug 0,00 beträgt. Sammelzahlungen auflösen lassen
Ausführlich: Sammelzahlung in DATEV auflösen
Wie werden Absetzungen nach § 302 SGB V gebucht?
Jede Absetzung wird einzeln mit Ursachencode erfasst — nicht im Zahlungsbetrag versteckt und nicht pauschal ausgebucht. Danach: Wiedereinreichung, wo möglich; dokumentierte Ausbuchung, wo nötig.
Ausführlich: Absetzungen nach § 302 buchen
Was ist der Unterschied zwischen Abrechnung und Fibu-Erfassung?
Die Abrechnung stellt Leistungen in Rechnung (DTA an die Kassen, meist über Abrechnungszentren); die Fibu bildet Forderungen, Zahlungen und Erlöse in der Buchhaltung ab. Abrechnungszentren wie DMRZ, opta data oder RZH enden beim Geldeingang — die Verbuchung inklusive OPOS-Ausgleich beginnt genau dort. Das ist unser Feld.
Was ist Erlösabstimmung?
Der periodengerechte Abgleich zwischen fakturierten Erlösen (KIS/Abrechnung) und gebuchten Erlösen (Fibu) — je Entgeltart und Kostenträger, inklusive Klärung aller Differenzen. Ausführlich
Wie werden Factoring-Zahlungen (BFS, DZH & Co.) verbucht?
Abtretung, Gebühren und Sicherheitseinbehalte werden getrennt gebucht; die Auszahlung wird gegen die Einzelforderungen aufgelöst. So bleibt nachvollziehbar, was der Factorer einbehalten hat — und was noch offen ist.
Ausführlich: Factoring im Pflegedienst verbuchen
GoBD, Datenschutz, Berufsrecht
Müssen Vorsysteme wie die Abrechnungssoftware in die Verfahrensdokumentation?
Ja. Die GoBD verlangen, dass jedes System, das buchführungsrelevante Daten erzeugt oder verarbeitet — Abrechnungssoftware, Schnittstellen, Konverter —, in der Verfahrensdokumentation beschrieben ist. Unser Abstimmungsprozess wird als fertiges Kapitel mitgeliefert.
Ausführlich: Verfahrensdokumentation für Vorsysteme
Sind die Buchungsstapel GoBD-konform?
Ja: festschreibbar, mit Stapel-Protokoll, Belegverknüpfung (das Avis hängt an der Buchung) und dokumentiertem Doppelbuchungsschutz.
Wie ist der Datenschutz bei Gesundheitsdaten geregelt?
Verarbeitung ausschließlich in Deutschland, AVV nach Art. 28 DSGVO, TOMs, Löschkonzept, Pseudonymisierung wo möglich. Für Kanzleien zusätzlich: Verschwiegenheitsvereinbarung nach § 62a StBerG samt § 203-StGB-Belehrung — unterschriftsfertig.
Ist klarsaldo eine Steuerberatung?
Nein. Wir erbringen Leistungen i. S. d. § 6 Nr. 3 und 4 StBerG — das Buchen laufender Geschäftsvorfälle und mechanische Arbeitsgänge. Steuerliche Würdigung und Beratung bleiben bei der Kanzlei.
Zusammenarbeit mit klarsaldo
Für wen arbeitet klarsaldo — Kanzlei oder Mandant?
Primär als Subunternehmer der Steuerkanzlei, white label. Träger und Kliniken beauftragen uns auch direkt — dann in Abstimmung mit der bestehenden Kanzlei, nie an ihr vorbei.
Welche Systeme werden unterstützt?
Quellseitig: Avise und Erlöslisten aus allen gängigen Pflege- und KIS-Systemen sowie von Abrechnungszentren — als PDF, Scan, CSV oder Papier. Zielseitig: DATEV (EXTF/ASCII, SKR03/04/45); weitere Formate auf Anfrage.
Bleibt die Kanzlei gegenüber dem Mandanten sichtbar?
Vollständig. Keine Mandantenkommunikation durch uns, neutrale Berichte, auf Wunsch Ihr Briefkopf. Alles zum White-Label-Modell
Wie schnell startet die Zusammenarbeit?
Analyse-Sprint circa zwei Wochen, dann der Pilotmonat an einem echten Mandat. Sie prüfen das Ergebnis auf den Cent, bevor Sie sich binden.
Ihre Frage war nicht dabei?
Stellen Sie sie im Erstgespräch — 30 Minuten, ehrliche Antworten, keine Folien.
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